Nach Rambo I kam Rambo II,
nach Beverly Hills Cop kam Beverly Hills Cop II,
und nach der Tagesschau kommt der Tatort –
DOCH JETZT
KOMMT DAS UNERWARTETE!
Von den Machern des Kinohits „Das Große Ameisenkrabbeln in der Küche“
Und dem international ausgezeichneten Wochenmenü
In Zusammenarbeit mit „MTN – Mega Teure Netzverbindung“
und den AWPEAWSJI
(Anonyme-Weihnachts-Plätzchen-Esser- Auch-Wenn-Schon-Januar-Ist)
JETZT NEU:
Mein zweiter Blogeintrag
So, die Werbung stimmt, jetzt fehlt nur noch das was danach kommt
Hallo meine Lieben die hier diesen Blog lesen! Ich hoffe euch geht es gut, hattet ein schönes Weihnachtsfest 2009, und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010! Bei euren kalten Temperaturen wird es ja wohl nicht so schwer gewesen sein, in die entsprechende Stimmung zu kommen!
An der Stelle muss ich mich jetzt mal endlich ganz arg für all die lieben Weihnachts-, Neujahrs und sogar Geburtstagsgrüße bedanken, die auf alle möglichen Weisen den Weg hierher nach Ouaké gefunden haben. Über jede SMS, jede Mail, jede SchuelerVZ-Nachricht und Pinnwandeintragung, jedes PAKET (Fräulein D., sehr gute Leistung! ) – und auch allen anderen Danke, die im gleichen Stress waren wie ich und nicht dazu kamen sich zu melden – ich versteh das!
Und ich weiß dass das keine bösen Hintergedanken hat! =) Kenn euch doch! ![]()
Ja wie gesagt, allen vielen Dank, und entschuuuuuldigung entschuldigung sorry pardon – ich hab praktisch keinem und keiner antworten können!!! Aber ich gelobe dass die antworten noch kommen werden! „Doucement“, wie man ier gern sagt! Oder auch: „Molo Molo!“
Ich kann auch begründen warum ich zu keiner Antwort kam! Und zwar richtig nachvollziehbar! Denn: Ich war im Urlaub! Weihnachtsferien sozusagen! Und von denen möchte ich euch jetzt ein wenig berichten – dann seid ihr auch wieder auf dem neuesten Stand!
Man könnte mit dem letzten Blog-Eintrag beginnen … mit dem etwas zu lang geratenen haarschnitt (HUSTHUST). Wenn ich schon zum friseur gehe, dann ist das ein anzeichen für 2 Dinge: Es ist warm unter den haaren, und: ich hab nichts zu tun. Das erste stimmt auf jeden fall!
Und so mit kurzen Haaren ist das Leben hier doch deutlich angenehmer … auch wenn das erste was ich mir eingefangen habe ein sonnenstich war… hmmm… *grummel*
Das mit dem nicts zu tun ist jetzt relativ… eigentlich hing es mehr von meiner Motivation ab, ob und wie viel ich zu tun hatte (und habe)… und mit dem Urlaub im Kopf war es einfach schwer sich für wirklich was zu motivieren! Gegen Ende schien es fast schon kriechend dem erlösenden Mittwoch entgegenzugehen… so lang kamen mir die Vormittage in der ong selten vor! Doch dann endlich:
TEIL I
Urlaub mit Chaosgarantie
23.12.2009 – noch 2 mal schlafen bis Weihnachten bis 27.12.2009 – noch 363 mal schlafen bis Weihnachten
Abfahrt: 6.15 Uhr Ouaké nach Djougou (unrasiert und damit in hartem zweikampf zwischen kopf- und gesichtsbehaarung um die jeweilige Größe)
Reiseroute: Djougou, Cotonou
Reisegruppe: 5 Weltwärts, 1 Entwicklungsstipendiatin, 1 Französischer Freiwilliger
Reiseziel: Grand Popo (Ja, ich find den Namen auch witzig ^^)
Da ja Weihnachten war wollten wir uns alle mal was gönnen, uns aber auch irgendwie ein bisschen auf Weihnachten vorbereiten, Heimeligkeit und Gemütlichkeit genießen, Und so war schnell der Plan gefasst gewesen: Strand!
Und so kams dass ich mein erstes Weihnachten unter Palmen, bei über 33 °C und mit einer frischen Pizza (die Ananas wurde frisch gepflückt^^) gefeiert habe. Der Kirchgang war obligatorich, wurde jedoch nach einer viertelstunde abgebrochen … das ist hier einfach zu anstrengend… zweisrprachiger gottesdienst… wir kamen ja schon zu spät, aber wir wurden mit den worten „Keine Sorge, es hat gerade mal vor 50 Minuten angefangen!“ hineingeführt… dementsprechend lang hätte die messe wohl auch gebraucht… also haben wir abgebrochen, bennis räucherhäusschen angesteckt und bei ständigem Wellenrauschen an das weihnachtliche Deutschland gedacht.
Auch die Feiertage waren recht entspannt am Strand. Abgerundet mit einem Besuch beim Dorfchef, dem Bootsfahren im Stocherkahn auf dem Mono (im Nachhinein hat man mir gesagt da gäbe es krokodile….) und der einführung der wanderflasche (!) kann man eigentlich von weihnachten am Strand nur sagen: Einmalig gut! Und am Strand kanns zumindest nachts dann doch auch mal besinnlich und ruhig sein! Also doch ein Hauch von Weihnachten…
Wobei… habt ihr schon mal am 24. Dezember einen ganzen tisch voller Obst gegessen? Mangos, Bananen, Melone, Orangen …
Teil II
Touristische Entdeckungsfahrten
27.12.2009 – noch 5 Tage 2009 bis 10.01.10 – noch ein Tag 18!
Abfahrt: 16.15 Uhr Grand Popo nach Cotonou
Reiseroute: Ouidah, Abomey, Ouaké, Pendjari, Dapaong, Atakora, Kpalime, Lomé, Cotonou
Reisegruppe: 1 Weltwärts, 1 Anwalt, 1 Grundschullehrerin, 1 pensionierte Grundschullehrerin
Am nur in Reutlingen einst gefeierten 3. Weihnachtsfeiertag hieß es dann für mich: Koffer packen und ab zum Flughafen. Nein, der DED hatte mich nicht des Landes verwiesen! Warum auch? (…) Nein, ich sollte nicht zum Abflug, sondern zur Ankunft – denn dort sollte ich meine lieben Eltern und eine vertraute Familiengefährtin, die vereinfacht dann schlicht „Grand Maman“ bzw. später die „Fürstin von Mecklenburg“ wurde. Um diese edlen Herrschaften vom Flughafen abzuholen musste ich aber erstmal nach Cotonou zu kommen! Ein Taxi war schnell gefunden – ein Platz auf der Rückbank eher nicht. Zu 4. wäre eigentlich noch kein problem… 2 frauen 2 männer.. theoretisch machbar. Und doch…als der gute Mann mich als ich die Tür beim Einsteigen öffnete mit feuchten Augen traurig ansah blieb mir leider keine andere wahl als trotzdem einzusteigen. Seitdem weiß ich: auch auf einem drittel eines Sitzes sitzt es sich ganz angenehm, solange man nur am rand sitzt. Der arme mann hingegen klemmte zwischen mir und der linken der beiden Damen, die sich mit uns die Rückbank teilten… das heißt, eigentlich teilten sich die beiden die rückbank und uns wurde nur gnädig Asyl gewährt. Freundlich, herzlich, lieb – aber engwars trotzdem.
in Cotonou angekommen atmete ich erstmal die leckere grobstaub-luft, sah aufs handy: ich war viel zu früh! Was tut man in Cotonou , wenn man eigentlich nichts zu tun hat? Richtig : KEINE AHNUNG!
Zähe Stunden später stand ich am Flughafen und nahm zusammen mit dem Reiseführer Etienne meine Eltern in Empfang. Dass ich mich ziemlich gefreut habe brauche ich jetzt hier wohl nicht besonders begründen oder beschreiben, oder? ![]()
Und dann ging die Tour los. Plan war, In einer Art Rundreise Benin und Togo zu durchfahren. Benin von Süden nach Norden, dann nach Togo, um dann wieder in den Süden zu fahren. Unser Programm war folglich viel Autofahren. Einerseits natürlich ein Luxus, denn wann bin ich hier letztes Mal in einem Auto mit Klimaanlage, Stoßdämpfern und eigenem Sitzplatz gefahren? Andererseits war das aber auch recht faul – sodass ich glaube ich über den Urlaub verteilt doch ein bisschen zugenommen habe.^^ Es gibt schlimmeres^^
Am Anfang stand Ouidah und Abomey auf dem Plan. Beides Mal: viel Kultur. In Ouidah gibt es einerseits einen Voodoo-Tempel zu besichtigen (der Schlangentempel), andererseits vor allem die „Straße der Sklaven“. Hier war der Ort, an dem das Königreich Dahomey (Hauptsitz Abomey!) Tausende Sklaven an die europäischen Großmächte verkauft hat. Man kann die Straße nachlaufen und die einzelnen Stationen besuchen. Das ganze ist sehr eindrücklich und zurecht sagte unser Führer, dass eigentlich jeder Schüler in Benin hier herkommen sollte.
In Abomey haben wir uns dann die letzen beiden erhaltenen Königspaläste des Königreichs Dahomey angesehen – UNESCO-Weltkulturerbe! Obwohl die Füührung und das Museum gut gemacht waren ging das ganze zu schnell…. Wie sso oft: Zu wenig zeit, zu viele Infos…das verträgt sich nicht!
Nach Abomey ging es über Silvester „nach Hause“… Ouaké wartete auf uns! Und zwar mit dem vollen Besuchs- und Vorstellungsprogramm bei so ziemlich allen die ich in den 5 Monaten hier kennen gelernt habe!
Ich kam natürlich auch nicht drum herum meine lieben Gäste alles Landestypische in ouaké ausprobieren zu lassen! Aber ich glaube, es hat ihnen das meiste ganz gut geschmeckt und dass der“ arme Bub abnimmt in Afrika „ist jetzt erstmal keine Sorge mehr für Eltern und Familie
An 3 Tage Ouaké schlossen wir die Fahrt in den Pendjari-Park an. Ein öffentlicher Naturpark mit so ziemlich allen Tieren die man aus König der Löwen, dem Zoo oder SuperRTL Tierdokumentationen kennt. Die ich dann auch an den nächsten zwei tagen „Safari“ fast allesamt gesehen habe: Einen früh morgens über das Tal wachenden Chefpavian (und anschließend seine laute aggressive Verwandtschaft auf 1 Meter Entfernung), Herden und Gruppen von Gazellen und Antilopen, verschiedenste Arten von Vögeln, Elefanten (von klein auf bis zum Kadaver), Geier, Kraniche, echte Nachtvögel, sowieso allerlei Vögel, Büffel (ganze Horden), Krokodile, Nilpferde … allerdings keine Löwen, Hyänen, Schakale, Leoparden oder Geparden. Ich vermute dass allesamt bei Simba zum Geburtstag eingeladen waren und deshalb leider nicht kommen konnten! Jaja meine lieben, so siehts hier aus… habt ihr nicht doch Lust mich besuchen?
Anschließend stand Nordtogo auf dem Programm. Dapaong – eine wahre Metropole!
Naja, zumindest konnte ich mit meiner NEUEN VISA-CARD Geld abheben! Um Dapaong herum haben wir eine echte Savannen-Tour gemacht. Urzeitliche Steinmalereien mit bis heute unerforschten Farben, Besuch eines Affenbrotbaumes mit sage und schreibe über 6 Bienenvölkern in seinen Ästen (die auf Etiennes Parfüm reagiert haben und uns deshalb bis ins Auto verfolgt haben!). Das weitabgeschlagen beste war jedoch der Besuch der Felsenwohnungen. Das Gebirge hier erhebt sich sehr steil, und in den Fels hineingebaut gibt es Wohnungen. Richtige Felswohnungen. Mitten an der Felswand. Man hat uns erzählt dassman hier früher nur mit Lianen hinkam – heute gibt es eine Leiter, nicht minder abenteuerlich aber doch nicht ganz so stilecht! Ich möchte gar nicht mehr so viel sagen… schaut euch einach diesen Ausblick an:

Es war ziemlich atemberaubend – und vor allem absolut still. Man blickt in die Ferne, sitzt mitten im Fels, vor dir geht es steil nach unten, hinter dir lebten vor 100 Jahren Menschen.
Philosophie, Dapaong und eine schlecht verdaute Rillette zurückgelassen und ab in den Süden. Wir streifen Kara und die überdimensionale Präsidentenvilla und fahren bis in die Nacht in die tiefste Pampa. Zu dieser Übernachtung bei einer esoterisch-meditations-naturmedizinisch angehauchten, sagen wir eher angewehten „ONG“ sage ich nichts. Fest steht: Die Leute da oben waren sehr nett, hervorragende Arbeiter und Handwerker. Mehr sag ich da nicht. Nur soviel: In Afrika findet man wirklich alles.
Dann eine eintägige Fahrt durch den tiefsten urwald, zwischen kakao und kaffeebäumen nach Kpalime, am nächsten tag nach Lomé an den strand. Am nächsten Tag ging es zurück nach Cotonou. Und – uff! – sogar mein abgelaufenes 7Tage-Togovisum machte kein problem! Das hatten wir überall verlängern wollen, aber leider kamen wir nie an die richtige instanz, zum richtigen zeitpunkt oder zur richtigen person…. Geklappt hats aber auch so! Tja und so ging dann leider auch der Urlaubsteil zu Ende… Schön ist es gewesen, und irgendwie konnte jetzt auch langssam mal wieder arbeit anfangen!
Doch Teil 3 des Urlaubs stand noch an;)
TEIL III
Unspektakuläre 19
11.01.10
Abfahrt: 6.30 Cotonou Gästehaus
Reiseroute: Djougou, Ouaké
Reisegruppe: 1 Weltwärts
Tja… da wars vorbei. Die 18. Ging ganz schön schnell! Aber war doch eigentlich ein erfolgreiches, spannendes, schönes und vor allem: Spaßiges Jahr! Hoffen wir dass die 19 genauso wird!
Der anfang war hingegen weniger groß wie der der 18
Eine 8 stündige busfahrt in den Norden. Doch was soll’s
In Djougou wurde ich von meinen dortigen mitweltwärtslern empfangen und mit cola wurde angestoßen auf das letzte Jahr Teen
Und schließlich, abends, kam ich dann heilfroh, verschwitzt und mit einem koffer voller wäsche nach Ouaké, wo mich sebastian mit einem selbstgebackenen geburtstagskuchen erwartete… an sich warss doch ein schöner Geburtstag… und an Fräulein D. aus D. bei Rt!
Ihr „Päckchen“ ist angekommen, ich musste es in Djougou abholen und habe jetzt ein gewissen problem, mit der ganzen schokolade nicht ameisenfreund nummer 1 zu werden… trotzdem: VIIIIIIIIIIIIIIIIIELEN DANK ich hab mich mega gefreut!
Das wars von mir… eine stressige Woce liegt hinter mir, ihre zwillingsschwester fängt morgen an
Bis bald also! Lasst es euch gut gehen!
Matthieu

Hallo Matthieu!
Decidement tu as vraiment beaucoup travaillé cette semaine! J ‘ai bien rit en lisant “dein BerichT” Super Fleißig!Continue, c’ est tres sympa de lire votre blog
Bisous! Merci!
Maman
Mattjööse, klingt ja spannend alles! Da kann ich mich deiner mommy nur anschließen: Continue!
Ganz liebe Grüße, komm heil nach Haus!
Caro