Bei dem von uns bevorzugten Modell, handelt sich um eine Kochstelle für 2 Töpfe, die von einer Lehmschicht umgeben wird, um Wärmeverluste zu verringern um die Wärmeverluste möglichst gering zu halten und gerade bei windigem Wetter ein gleichmäßige, kontrollierte Nutzung der Wärme zu ermöglichen.
Das besondere an unserem Modell ist, dass man mit nur einem Feuer zwei Töpfe erhitzt, da der heiße Rauch zum erwärmen eines zweiten Topfes genutzt wird.
Dazu ist es notwendig, dass wir den großen Topf über dem Feuer dicht mit Lehm umschließen, und bei dem 2. kleineren Topf kleine Schlitze für den Abzug des Rauches anbringen:

Typischer Lehmöfen für 2 Töpfe
Mit diesem Modell kann man somit im Vergleich zu der in Nordbenin (wie in fast ganz Afrika) verbreiteten „Dreisteinmethode“, bei der der Topf direkt auf drei Steinen über einem offenen Holzfeuer steht, bis zu 80% Energie sparen.
Für den Bau des Lehmofens suchen die Frauen Lehmerde und mischen diese mit etwas Wasser und Stroh.

Kinder stampfen den Lehm für den Ofen
Anschließend wird dieses Lehmgemisch mit Zement versetzt und man formt Lehmklumpen.

Frauen beim Lehmklumpen formen
Mit diesen Lehmklumpen baut man dann den eigentlichen Ofen. Die Töpfe stehen dabei auf drei Steinen und werden dann mit Lehm umschlossen.

Kochtöpfe auf Steinen vor dem “Verkleiden” mit Lehm
Dabei lässt man bei dem großen Topf eine Öffnung für das Holz und einen „Durchgang“ zum kleinen Topf, durch den der Rauch abziehen kann.

Unfertiger Lehmofen mit Dose als Platzhalter für die zukünftige Holzöffnung
Anschließend wird der Ofen innen und außen mit etwas Wasser glatt gestrichen und man schneidet die zwei Öffnungen für den Abzug des Rauches bei dem kleinen Topf hinein.

Sebastian beim Glattstreichen eines Lehmofens
Nun ist der Ofen fertig und muss nur noch ca. 1 Woche trocknen, bevor man mit ihm kochen kann.

Fertiges Modell mit Topfablage(links) und Lampenhalter (mitte)
- Weitere Bilder vom Lehmöfenbau:

Sebastian mit Fraungruppe vom 04.03

Frauen diskutieren über die Zementmenge

Weiteres Lehmöfenmodell zur kommerziellen Herstellung von Erdnuss-Schlupfnudeln (links)



Verfasst von ouake